Nachträgliche Horizontalsperre

VORBEMERKUNGEN

Die Abdichtung der Kelleraußenwandfläche erzielt die größte Wirksamkeit.(Hier bietet sich unser revolutionäre Saug-Fix© Verfahren an, das ohne umfangreiche Erdarbeiten auskommt.)

Ohne Abdichtung der Kelleraußenwand ist eine nachträgliche Kapillarsperre / Horizontalsperre innerhalb des Mauerwerks aber trotzdem sinnvoll, da auch Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit bei Gebäuden nicht zu unterschätzen sind.

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Die Kelleraußenwand ohne Flächige Abdichtung bleibt weiter durchfeuchtet. Eine hochwertige Nutzung dieser Räume ist somit nicht möglich.

Neben der kapillaren Wasseraufnahme über die erdberührte Kelleraußenwand und Fundament-fläche kommt der Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft bei alter Bausubstanz erhöhte Bedeutung zu. Nach jahrzehntelangem, kapillarem Wassertransport wurden bau-schädliche Salze in das Mauerwerk eingelagert. Salze ziehen Feuchtigkeit aus der Luft in großem Maße an.

Flankierende Maßnahmen sind die so genannten Sanier- und / oder Salzspeicher- Putzsysteme nach WTA.

Aufgehendes Mauerwerk, im besonderen Außenmauerwerk bei Altbauten ( Bauweise ohne Bodenplatte, meistens Gebäude bis Bj. ca. 1950 ), welches gegen aufsteigende Feuchtigkeit nicht ausreichend geschützt ist, kann durch dieses Abdichtungsverfahren nachträglich zuverlässig und dauerhaft abgedichtet werden. Bei dieser Abdichtungsmethode werden die porigen, wassersaugfähigen Mauerwerksbaustoffe ( Fugenmaterial ) auf chemischem Wege bis zur Sättigung verpreßt. Durch die gesperrte Kapillarschicht wird der Feuchtigkeitstransport entscheidend eingeschränkt.

 

Herstellen der Kapillarsperre

HORIZONTALSPERRE:

Zur Anwendung kommt eine chemische Kapillarsperre / Horizontalsperre. Die Anordnung und die Lage nachträglicher horizontaler Sperrschichten müssen vor Ort festgelegt werden.

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Der vorgesehene Bereich wird zunächst gereinigt und von losem Putz befreit. Um das unkontrollierte Weglaufen des Materials zu verhindern, werden größere Risse im Mauerwerk verschlossen.

Danach werden die Bohrlöcher mit Spezial-bohrköpfen erstellt. Je nach Beschaffenheit des Baustoffes werden diese Bohrungen gegeneinander versetzt so angeordnet; daß eine wirkungsvolle Kapillarsperre / Horizontalsperre eingebracht werden kann. Über diese Bohrungen wird durch Injektage mit einer speziellen Verpreßpumpe das Abdichtungs-material bis zur Sättigung eingebracht.

Hiernach werden die Bohrlöcher mit einem Sperrmörtelgemisch fachgerecht verschlossen.

Neigung, Anzahl der Bohrungen, Druck sowie Menge des einzubringenden Materials richtet sich nach der vorhandenen Bausubstanz.

Vorhandene Restfeuchtigkeit und die überschüssigen Materialien im Einzugsbereich der Bohrlochfüllungen müssen danach noch letztmalig austrocknen. Dieses kann je nach Diffusionsmöglichkeit längere Zeit dauern.